Was ist eine AVIF-Datei?

AVIF — Bildformat der neuen Generation

Worum handelt es sich?

AVIF ist derzeit das effizienteste verfügbare Bildformat: Bei gleicher Qualität erzeugt es Dateien, die nur halb so groß sind wie ein JPEG – und spürbar kleiner als ein WebP.

Es beherrscht zudem, was seine Vorgänger nicht können: Farbtiefen mit 10 und 12 Bit, High Dynamic Range (HDR), Transparenz und Animation. Verläufe wirken sauber, ohne die störenden Streifen, die man bei JPEG mitunter sieht.

Geschichte & Herkunft

AVIF leitet sich vom Videocodec AV1 ab, der 2018 von der Alliance for Open Media veröffentlicht wurde – einem Zusammenschluss aus Google, Netflix, Amazon, Mozilla und Apple mit dem Ziel, einen lizenzfreien Codec zu schaffen, der die Patentlast von HEVC umgeht.

Die Bildspezifikation erschien 2019. Die Browser übernahmen das Format rasch, Safari folgte 2022.

Warum es nützlich ist

Die beste Kompressionsrate am Markt, unterstützt von allen gängigen aktuellen Browsern. Bei einer bildlastigen Website macht sich die Bandbreitenersparnis deutlich bemerkbar.

Offenes, lizenzgebührenfreies Format: Niemand kann darauf Ansprüche geltend machen.

Grenzen & Nachteile

Die Kodierung ist langsam – deutlich langsamer als bei JPEG –, was bei der Verarbeitung tausender Bilder ins Gewicht fällt.

Außerhalb des Webs ist es noch wenig verbreitet: Viele Desktop-Programme, Druckereien und ältere Smartphones erkennen es nicht.

Praktische Tipps

AVIF eignet sich hervorragend, um eine Website schlanker zu machen, ohne Qualitätseinbußen hinzunehmen. Halten Sie stets eine JPEG- oder WebP-Version als Fallback für Besucher mit älteren Geräten bereit.

Wenn Sie ein Foto per E-Mail versenden oder drucken lassen möchten, bleiben Sie beim JPEG: Hier zählt Kompatibilität mehr als Leistung.

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