Was ist eine BMP-Datei?

BMP — Windows-Bitmap

Worum handelt es sich?

BMP speichert ein Bild Pixel für Pixel, ganz ohne Kompression: Jeder Bildpunkt belegt seinen vollen Platz in der Datei. Das Ergebnis ist von absoluter Einfachheit – und von unvernünftiger Größe.

Ein Bild mit 1920 auf 1080 Pixeln wiegt als BMP rund 6 MB, gegenüber 300 KB als JPEG bei optisch identischer Wiedergabe.

Geschichte & Herkunft

BMP entstand mit den ersten Windows-Versionen Ende der 1980er-Jahre. Damals fehlte es an Rechenleistung, und es war sinnvoller, Speicherplatz zu opfern als Prozessorzeit: nichts zu komprimieren war eine rationale Entscheidung.

Dieser Kompromiss ergibt heute keinen Sinn mehr, und das Format überlebt nur aus Trägheit, in alter Software und einigen technischen Anwendungen.

Warum es nützlich ist

Eine vollkommene Einfachheit: keine Dekodierung, keine Artefakte, kein Qualitätsverlust. Jedes Programm kann ein BMP mit wenigen Zeilen Code lesen.

Es bleibt in bestimmten Embedded- oder Industrieanwendungen nützlich, wo Einfachheit wichtiger ist als Dateigröße.

Grenzen & Nachteile

Eine nicht zu rechtfertigende Dateigröße, ohne jeden Qualitätsvorteil gegenüber PNG, das ebenfalls verlustfrei ist, dabei aber zehnmal kompakter.

Keine zuverlässige Transparenz, keine Unterstützung im Web, keine Metadaten.

Praktische Tipps

Es gibt keinen Grund mehr, ein BMP aufzubewahren. Wandeln Sie es in PNG um: Sie behalten exakt dieselbe Qualität, verlustfrei, bei einem Bruchteil der Dateigröße.

Handelt es sich um ein Foto, ist JPEG noch kompakter – auf Kosten einer verlustbehafteten Kompression, die in der Praxis völlig unsichtbar bleibt.

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