Was ist eine CR2-Datei?
CR2 — RAW Canon
Worum handelt es sich?
CR2 ist das RAW-Format der Canon-Kameras: die Rohdaten des Sensors, so wie sie aufgezeichnet wurden, ohne die Verarbeitung, die die Kamera normalerweise vornimmt, um ein JPEG zu erzeugen.
Technisch gesehen basiert eine CR2-Datei auf der TIFF-Struktur, in der Canon seine eigenen Daten sowie ein Vorschaubild unterbringt – genau dieses Vorschaubild zeigt Ihr Dateiexplorer an.
Geschichte & Herkunft
Canon führte CR2 im Jahr 2004 mit der EOS-1D Mark II ein, als Nachfolger des älteren CRW. Es blieb danach fast fünfzehn Jahre lang der Standard für die gesamte Spiegelreflexkamera-Reihe.
Seit 2018, mit dem Erscheinen der spiegellosen EOS R-Modelle, hat Canon es durch das kompaktere CR3 ersetzt. Dennoch finden sich CR2-Dateien nach wie vor in unzähligen Fotoarchiven.
Warum es nützlich ist
Die volle Bandbreite des RAW-Formats: Rettung überbelichteter Bereiche, nachträgliche Korrektur des Weißabgleichs, 14 Bit Farbtiefe.
Es wird von allen ernstzunehmenden Entwicklungsprogrammen einwandfrei unterstützt, auch von Open-Source-Software.
Grenzen & Nachteile
Datenintensiv, proprietär und ohne Weiteres nicht von den meisten Verbraucheranwendungen und Websites lesbar.
Es handelt sich um ein Arbeitsformat, kein Austauschformat: Niemand möchte eine CR2-Datei per E-Mail erhalten.
Praktische Tipps
Entwickeln Sie Ihre CR2-Dateien und exportieren Sie sie anschließend als JPEG zum Teilen und als TIFF für den Druck. Bewahren Sie die Originale auf: Sie enthalten alles, was das JPEG verworfen hat.
Wenn Sie aus einer CR2-Datei lediglich ein sichtbares Bild gewinnen möchten, genügt die Umwandlung in JPEG oder PNG – allerdings verlieren Sie dabei den Spielraum für die Nachbearbeitung.
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