Was ist eine CSV-Datei?
CSV — Tabelle als Text
Worum handelt es sich?
CSV ist eine Tabelle, reduziert auf das Nötigste: eine Zeile pro Datensatz, Werte durch Kommas getrennt. Mehr nicht. Keine Farben, keine Formeln, keine mehreren Blätter.
Gerade diese Kargheit macht seine Stärke aus: Jede Software, jede Programmiersprache, jede Datenbank kann eine CSV-Datei lesen. Es ist die gemeinsame Sprache der Daten.
Geschichte & Herkunft
Das Format wird bereits seit den 1970er-Jahren verwendet, lange bevor es überhaupt in einem offiziellen Dokument beschrieben wurde – das geschah erst 2005, und auch dann ohne verbindliche Instanz.
Dieses Fehlen eines festen Standards erklärt sämtliche Schwierigkeiten, die im Umgang mit CSV auftreten: Jeder hat es auf seine eigene Weise umgesetzt.
Warum es nützlich ist
Universell, winzig klein, im Klartext lesbar und mit einem Skript in Sekunden auf Millionen von Zeilen anwendbar.
Es lässt sich in jede Tabellenkalkulation und jede Datenbank importieren.
Grenzen & Nachteile
Das Trennzeichen ist ein Alptraum: Deutsche Tabellenkalkulationsprogramme verwenden das Semikolon, weil das Komma bereits als Dezimaltrennzeichen dient. Eine englischsprachige CSV-Datei landet daher, in einem deutschen Excel geöffnet, in einer einzigen Spalte.
Dazu kommt die Zeichenkodierung – Umlaute, die zu Kauderwelsch werden – sowie Werte, die selbst ein Komma enthalten. Damit hat man drei Viertel aller weltweiten Probleme beim Datenimport beisammen.
Praktische Tipps
Prüfen Sie nach einer Konvertierung stets drei Dinge: das Trennzeichen, die Zeichenkodierung – idealerweise UTF-8 – und die Anführungszeichen um Werte, die das Trennzeichen enthalten.
Um Formeln und Formatierung zu erhalten, konvertieren Sie besser in XLSX. Für hierarchische Daten ist CSV strukturell ungeeignet: Greifen Sie dann auf JSON zurück.
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