Was ist eine JPEG-Datei?
JPEG — komprimiertes Foto
Worum handelt es sich?
JPEG ist das weltweit verbreitetste Bildformat für Fotos. Seine Kompression erfolgt „verlustbehaftet“: Um die Datei zu verkleinern, werden dauerhaft Informationen entfernt, die das menschliche Auge kaum wahrnimmt – vor allem feine Farbabstufungen, während Helligkeitsunterschiede, für die unser Sehsinn deutlich empfindlicher ist, stärker erhalten bleiben.
Konkret wird das Bild in Blöcke von acht mal acht Pixeln zerlegt, die jeweils in Frequenzen umgewandelt und vereinfacht werden. Das erklärt die berüchtigten „Artefakte“: jene kleinen sichtbaren Quadrate rund um Text oder scharfe Kanten, wenn die Kompression zu stark ausfällt.
Geschichte & Herkunft
Das Format wurde 1992 von der Joint Photographic Experts Group veröffentlicht, einem gemeinsamen Komitee von ISO und ITU – daher der Name. Es kam genau zu dem Zeitpunkt, als die ersten Digitalkameras und das entstehende Web leichtgewichtige Bilder benötigten.
Dreißig Jahre später bleibt es trotz technisch überlegener Nachfolger das Standardformat nahezu aller Kameras und Websites: Seine universelle Kompatibilität hat sich gegen alles durchgesetzt.
Warum es nützlich ist
Ein bemerkenswertes Verhältnis von Dateigröße zu Qualität bei Fotografien: Teilen Sie die Dateigröße durch zehn, und das Auge wird oft keinen Unterschied bemerken.
Es lässt sich absolut überall öffnen, ohne Ausnahme. Kein anderes Bildformat kann das von sich behaupten.
Grenzen & Nachteile
Es unterstützt keine Transparenz: Ein Logo mit transparentem Hintergrund lässt sich nicht als JPEG freistellen.
Vor allem aber ist der Qualitätsverlust kumulativ. Jedes erneute Speichern eines JPEGs komprimiert es erneut: Öffnen, bearbeiten und speichern Sie dasselbe Bild zwanzig Mal, wird es sichtbar an Qualität verlieren. Zudem ist es bei flächigen Farben und Text schwach, wo es Halos erzeugt.
Praktische Tipps
Verwenden Sie JPEG nur für Fotografien. Für Logos, Screenshots, Grafiken oder Bilder mit Text liefert PNG ein scharfes Ergebnis ohne Halos.
Arbeiten Sie niemals dauerhaft im JPEG-Format: Bewahren Sie ein Original in einem verlustfreien Format auf und exportieren Sie erst ganz zum Schluss als JPEG. Und wenn die Dateigröße wirklich entscheidend ist, liefern WebP oder AVIF heute bei gleicher Qualität bessere Ergebnisse.
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