Was ist eine JSON-Datei?

JSON — strukturierte Daten

Worum handelt es sich?

JSON ist das Datenaustauschformat des Webs. Es beschreibt kein Dokument, sondern eine Struktur: Name-Wert-Paare, Listen, verschachtelte Objekte. Genau das läuft zwischen einer Anwendung und ihrem Server hin und her, millionenfach pro Sekunde, weltweit.

Seine Syntax ist denkbar schlank – geschweifte Klammern, eckige Klammern, Anführungszeichen – und bleibt dabei für Menschen lesbar, was bei einem Maschinenformat selten ist.

Geschichte & Herkunft

Douglas Crockford brachte JSON Anfang der 2000er-Jahre in eine feste Form, indem er schlicht übernahm, wie die Sprache JavaScript ihre Objekte deklariert. Erfunden hat er nichts – er hat etwas Bestehendes benannt und dokumentiert.

Diese Schlichtheit setzte sich gegen das damals vorherrschende XML durch: Innerhalb weniger Jahre wechselte praktisch jede Web-Schnittstelle zu JSON.

Warum es nützlich ist

Leichtgewichtig, lesbar, universell: Jede Programmiersprache kann es ohne exotische Bibliotheken lesen und schreiben.

Verschachtelte Strukturen bereiten ihm keine Mühe – anders als CSV, das hoffnungslos auf flache Tabellen beschränkt bleibt.

Grenzen & Nachteile

Kommentare sind nicht erlaubt – ein Mangel, über den sich alle regelmäßig beklagen, die es für Konfigurationsdateien nutzen.

Keine Datumstypen, keine Kommentare, dazu eine unnachgiebige Syntax: Ein Komma zu viel, und die ganze Datei wird ungültig.

Praktische Tipps

Um JSON-Daten in einer Tabellenkalkulation nutzbar zu machen, wandeln Sie sie in CSV um – vorausgesetzt, die Struktur ist flach. Verschachtelte Objekte passen nicht in Spalten.

Für eine Konfigurationsdatei, die von Menschen bearbeitet wird, sind YAML oder TOML angenehmer: Sie erlauben Kommentare.

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