Was ist eine OGV-Datei?

OGV — Ogg-Video

Worum handelt es sich?

OGV bezeichnet Video im Ogg-Format, dem freien Containerformat der Xiph.Org Foundation — derselben Organisation, die Vorbis und FLAC für Audio entwickelt hat.

Meist kommt dabei der vollständig patentfreie Videocodec Theora zum Einsatz, kombiniert mit Vorbis-Ton.

Geschichte & Herkunft

Das Projekt entstand Anfang der 2000er Jahre aus einer klaren Motivation heraus: dem Web eine vollständig freie Videokette zu bieten, zu einer Zeit, als alles von patentierten Codecs abhing.

OGV war das erste Videoformat, das Firefox nativ abspielen konnte. Technisch inzwischen überholt, wurde es vom effizienteren WebM verdrängt, das mit der Durchsetzungskraft von Google im Rücken auftrat.

Warum es nützlich ist

Vollständig frei, ohne jegliche Lizenzgebühren, und abspielbar in den Browsern, die es damals unterstützten.

Es spielte eine historisch entscheidende Rolle bei der Öffnung des Webs für freie Videoformate.

Grenzen & Nachteile

Die Kompressionsqualität liegt weit unter der von H.264 oder VP9: bei gleicher Dateigröße fällt das Bild deutlich schlechter aus.

Die Unterstützung ist heute nur noch marginal, auch im Web.

Praktische Tipps

Wandeln Sie Ihre OGV-Dateien für bessere Kompatibilität in MP4 um, oder in WebM, wenn Sie bei freien Formaten bleiben möchten — WebM kann alles, was OGV konnte, nur deutlich besser.

Es gibt heute keinen Grund mehr, neue Dateien in diesem Format zu erzeugen.

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