Was ist eine WAV-Datei?
WAV — unkomprimiertes Rohaudio
Worum handelt es sich?
WAV komprimiert nichts: Es speichert den exakten Wert des Signals, zehntausende Male pro Sekunde. Es ist der Klang, wie er ist, ohne jede Auswahl.
Diese Treue hat ihren Preis: Eine Minute Stereo in CD-Qualität belegt etwa 10 MB. Ein ganzes Album übersteigt ein halbes Gigabyte.
Geschichte & Herkunft
Microsoft und IBM entwickelten WAV 1991 für Windows, ausgehend von einer generischen Container-Struktur. Zusammen mit Apples AIFF zählt es zu den beiden grundlegenden Formaten der digitalen Audiotechnik.
Seitdem hat es sich kaum verändert und bleibt das Referenzformat der Aufnahmestudios.
Warum es nützlich ist
Makellose Qualität ohne jegliche Kompressionsartefakte sowie eine verzögerungsfreie Dekodierung, die keinerlei Rechenaufwand erfordert.
Jede Audio-Schnittsoftware liest es nativ: Es ist die gemeinsame Sprache der Tonproduktion.
Grenzen & Nachteile
Ein beträchtliches Datenvolumen, das sich schlecht für den Versand per E-Mail oder die Speicherung auf dem Smartphone eignet.
Die Metadaten sind spärlich – eine WAV-Datei enthält Titel, Interpret oder Cover nicht ordentlich – und die maximale Dateigröße bleibt auf 4 GB begrenzt, also etwa sechs Stunden.
Praktische Tipps
Arbeiten und aufnehmen Sie in WAV, verbreiten Sie in MP3 oder AAC. Das ist die richtige Reihenfolge: vom Besten ausgehen und dann reduzieren.
Um verlustfrei zu archivieren und dabei die Dateigröße zu halbieren, konvertieren Sie stattdessen in FLAC: Die Qualität ist bit für bit identisch.
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