Was ist eine WMV-Datei?

WMV — Windows Media Video

Worum handelt es sich?

WMV ist das Videoformat von Microsoft, das lange Zeit standardmäßig auf jedem PC installiert war. Es bezeichnet sowohl einen Container als auch eine ganze Familie hauseigener Codecs.

Es entstand in einer Zeit, in der Microsoft die gesamte Kette kontrollieren wollte, von der Kodierung bis zur Wiedergabe — und in der digitale Rechteverwaltung noch ein echtes Verkaufsargument war.

Geschichte & Herkunft

Das Format tauchte Ende der 1990er Jahre zusammen mit dem Windows Media Player auf, in direkter Konkurrenz zu QuickTime und RealPlayer.

Seine ausgereifteste Version, WMV 9, wurde als VC-1 standardisiert und kam sogar auf Blu-ray-Discs zum Einsatz, bevor sich H.264 überall durchsetzte.

Warum es nützlich ist

Für die damalige Zeit eine gute Kompression und eine perfekte Einbindung in die Windows-Welt.

Es lässt sich auf jedem PC ohne zusätzliche Installation abspielen.

Grenzen & Nachteile

Außerhalb von Windows gestaltet sich die Wiedergabe mühsam: Mac, Smartphones und Fernseher kommen damit nur schlecht zurecht.

Manche Dateien sind durch digitale Sperren geschützt, die eine Wiedergabe andernorts schlicht verhindern. Das Format wird nicht mehr weiterentwickelt.

Praktische Tipps

Wandeln Sie Ihre WMV-Dateien in MP4 um: Das bringt mehr Kompatibilität und oft auch eine geringere Dateigröße.

Achtung: Eine durch digitale Rechteverwaltung geschützte WMV-Datei lässt sich nicht konvertieren — das ist eine gewollte Einschränkung, kein Fehler des Tools.

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