Was ist eine MP4-Datei?
MP4 — vidéo universelle
Worum handelt es sich?
MP4 ist das weltweit am weitesten verbreitete Videoformat. Es handelt sich um einen Container: Er komprimiert selbst nichts, sondern bündelt eine Videospur, eine oder mehrere Audiospuren, Untertitel und Metadaten.
Die eigentliche Kompression übernimmt der darin enthaltene Codec — meist H.264, manchmal auch H.265 oder AV1. Deshalb können zwei MP4-Dateien in Qualität und Größe stark voneinander abweichen: Entscheidend ist nicht die Hülle, sondern das, was sich darin befindet.
Geschichte & Herkunft
MP4 wurde 2003 von der MPEG-Gruppe als MPEG-4 Part 14 standardisiert. Seine Struktur ist direkt vom QuickTime-Format von Apple abgeleitet, das dabei als Vorbild diente.
Die Verbreitung verlief rasant: Getragen vom H.264-Codec sowie dem Boom von Online-Video und Smartphones, wurde es innerhalb eines Jahrzehnts zum weltweiten Standardformat.
Warum es nützlich ist
Eine beispiellose Kompatibilität: Praktisch jedes Telefon, jeder Fernseher, jeder Browser, jede Spielkonsole und jede Schnittsoftware kann es ohne nennenswerte Ausnahme abspielen.
Ein hervorragendes Verhältnis von Qualität zu Dateigröße, Wiedergabe bereits während des Herunterladens sowie Unterstützung für Untertitel und Kapitel.
Grenzen & Nachteile
Bei Untertiteln und mehreren Spuren bietet es weniger Möglichkeiten als das flexiblere MKV.
Der meist eingebettete H.264-Codec ist patentrechtlich geschützt, was Google und die Alliance for Open Media dazu bewogen hat, freie Alternativen wie WebM und AV1 zu fördern.
Praktische Tipps
Im Zweifel wählen Sie MP4: Es ist das Format, das beim Empfänger mit der größten Wahrscheinlichkeit auf jedem Gerät funktioniert.
Wenn Sie nur die Tonspur eines Videos benötigen, wandeln Sie diese in MP3 um: So behalten Sie nur den Ton bei einem Bruchteil der Dateigröße.
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